Aufstellung zeigt kein psychisches Problem, sondern systemisch

Dieses Beispiel ist ein klassischer, jedoch extremer Fall der ein systemisches Problem ist und zu einem psychischen wird

Es lässt sich zunächst als Erklärung bereits im Genogramm erkennen, wenn in der Familie besondere Vorkommnisse, Ereignisse, unerklärliche Phänomene auftreten. In der systemischen Familienaufstellung Aufstellung kann sogar online mit dem Familienbrett die Online‑Aufstellung bei AU‑ON durchgeführt werden. Das ist der erste Schritt, um verborgene wirkende Kräfte und Energien wahrnehmbar zu machen, zu wem sie gehören oder nicht gehören.

Dieser Fall ist kein zunächst psychisches Problem. Es ist wie man feststellen wird, ein systemisches Familien-Problem, das sich körperlich ausdrückt und dann auch zu einer psychischen Belastung wird, aber lese selber:

Seit Samstag kämpfe ich. Mit dem Rettungswagen ins Universitätsklinikum Dresden.

Puls 142. Erbrechen. Schwindel, der mich nicht mehr loslässt. Alleine auf einer Bahre – stundenlang. Ärzte, die vorbeieilen. Abteilungen, die mich wegschicken. Behandlungen, die verweigert werden – selbst als ich anbot, sie selbst zu zahlen. Seit Samstag schlafe ich nur noch im Sitzen.

Was mit mir passiert, ist kein Einzelschicksal. Es ist das Gesicht eines Systems, das Frauen nicht sieht. Ein System, das komplexe Krankheitsbilder wegdefiniert. Das sagt: „Das ist Depression“, wenn der Körper längst um Hilfe schreit.

Ich habe eine schwere Eisenmangelanämie. Eine Autoimmunerkrankung. Eine hormonelle Dysbalance. Einen Körper in der Perimenopause, der aus dem Gleichgewicht geraten ist. Gliederschmerzen, die mich täglich begleiten. Einen Blutdruck, der entgleist. Und einen Schwindel, dessen Ursache ungeklärt ist.

Und ich kämpfe. Alleine. Mit meinen Befunden in der Hand. Mit meiner Dokumentation. Mit meiner Stimme – auch wenn sie zittert.

Aber heute Abend weiß ich etwas, das ich noch nie so klar gespürt habe: Ich möchte leben. Mit 51 Jahren will ich so nicht sterben. Ich möchte gesund sein. Stabil. Ausgeglichen. Glücklich.

Und das Schwerste, was ich in meinem Leben lernen werde, ist nicht eine weitere Ausbildung. Nicht ein weiteres Zertifikat. Nicht ein weiterer Titel.

Das Schwerste ist – mich selbst zu lieben. Nackt. Roh. Mit allem, was ich bin. Mit allen Höhen und Tiefen. Mit allem Dunklen und Hellen. Mit allen Narben, die das Leben hinterlassen hat.

Ich habe tausend Dinge für andere getan. Ich habe begleitet, getröstet, gehalten. Ich war vieles. Mutter. Ehefrau. Tochter. Pflegerin. Wegbegleiterin. Halt für andere.

Aber ich habe vergessen zu fragen: Wer bin ich, wenn niemand etwas von mir braucht? Ich möchte nicht mehr nur Rollen sein. Ich bin „Name anonymisert“. Ein Mensch.

Mein Gebet heute Nacht: Gott, gib mir die Kraft, mich so anzunehmen, wie ich bin. Mich zu heilen. Mich zu tragen. Ein Leben zu leben, in dem ich mich ehre und meinem Seelenweg folge.

Ich bin noch da. Und ich möchte noch eine Weile bleiben. In Liebe und Dankbarkeit

„Name anonymisert“ 🙏

PS:

Tausend Dank fürs Lesen und Mitgefühl — das berührt mich sehr. 🙏🍀

Was mich zusätzlich erschüttert: Mir werden wichtige Behandlungen verweigert.

Ich lebe in „Ort anonymisiert“, im Osten Deutschlands.

Trotz schwerer Eisenmangelanämie mit extrem niedrigen Werten wird eine notwendige Eisentherapie nicht ernsthaft geprüft. Seit 8 Monaten supplementiere ich Eisen mit Vitamin C — mein Hämoglobin steigt trotzdem kaum an. Statt Ursachen wirklich abzuklären, höre ich Sätze wie: „Reißen Sie sich zusammen.“ „Das ist psychisch.“ „Frauen reagieren eben empfindlicher auf Hormonschwankungen.“

Dabei leide ich unter:

  • – massiven Migräneattacken vor der Periode
  • – Blutdruckentgleisungen bis 180
  • – chronischem Schwindel
  • – Erschöpfung
  • – auffälligen Autoimmunbefunden
  • – hormoneller Dysbalance
  • – einer seit Jahren bestehenden schweren körperlichen Belastung

Gezielte Diagnostik, Laborabklärung und Unterstützung werden teilweise verweigert oder nicht konsequent verfolgt. Seit drei Jahren bin ich krankgeschrieben. Und ich bin müde, ständig kämpfen zu müssen, um überhaupt ernst genommen zu werden. Ich weiß, dass viele Frauen ähnliche Erfahrungen machen.

Falls jemand einen guten Arzt kennt — gerne privat — ich bezahle ihn auch privat — der ganzheitlich schaut, Diagnostik ernst nimmt und mich begleiten würde, wäre ich unendlich dankbar.

Denn ehrlich: Ich bin am Ende meiner Kraft.

Ist das ein Fall für eine systemische bzw. energetische Aufstellung?

Ja – das ist ein Fall für systemische Aufstellung in Nürnberg, auch bundesweit und online, bei dem eine systemische bzw. energetische Aufstellung durchaus hilfreich ist
Aber nicht, weil die Symptome „psychisch“ wären – sondern weil hier zwei Ebenen gleichzeitig sichtbar werden:
Eine reale, ernstzunehmende medizinische Problematik, die unbedingt weiter fachärztlich abgeklärt gehört.
Ein tiefes systemisches Muster, das den Körper über Jahre in Überlastung, Selbstaufgabe und innere Entkräftung geführt hat.

Was ist in so einem Fall hilfreich und was nicht

1. Die medizinische Ebene (unverzichtbar)

Die geschilderten Symptome – schwere Eisenmangelanämie, Autoimmunbefunde, hormonelle Dysbalance, Schwindel, Migräne, Blutdruckentgleisungen – sind körperlich real und gehören in die Hände von Fachärztinnen und Fachärzten.

Eine Aufstellung ersetzt das nicht. Aber sie kann den Boden bereiten, damit der Körper überhaupt wieder in einen Zustand kommt, in dem Heilung möglich wird.

2. Die systemische Ebene – und hier wird es relevant für eine Aufstellung

Wenn man den Text liest, fällt sofort ein Muster auf, das in Aufstellungen extrem häufig ist:

🌑 Das Muster der Selbstaufgabe und Unsichtbarkeit

  • „Ich habe tausend Dinge für andere getan.“
  • „Ich war Mutter, Ehefrau, Tochter, Pflegerin, Halt für andere.“
  • „Aber ich habe vergessen zu fragen: Wer bin ich, wenn niemand etwas von mir braucht?“
  • „Ich kämpfe alleine.“
  • „Ich werde nicht gesehen.“
  • „Ich werde nicht ernst genommen.“

Das ist kein individuelles Problem, sondern ein systemisches Feld, das oft über Generationen weitergegeben wird – besonders in weiblichen Linien.

Es zeigt sich typischerweise in Aufstellungen als:

  • Die Unsichtbare
  • Die, die alles trägt
  • Die, die keinen Platz hat
  • Die, die funktionieren muss
  • Die, die nicht schwach sein darf
  • Die, die keine Hilfe bekommt
  • Die, die sich selbst verliert

Diese Felder erzeugen im Körper:

  • chronische Erschöpfung
  • Autoimmunreaktionen
  • hormonelle Dysregulation
  • Schwindel (Orientierungslosigkeit im Feld)
  • Blutdruckentgleisungen (innere Überlastung)
  • Migräne (Überforderung, Druck, nicht gelebte Wahrheit)

Das ist kein Ersatz für Medizin, aber es erklärt, warum manche Menschen trotz Diagnostik und Therapie nicht stabil werden: Ihr inneres Feld ist inkohärent.

3. Warum dieser Fall ideal für eine Aufstellung ist

Weil hier mehrere Ebenen gleichzeitig sichtbar sind:

1. Das biografische Muster

Selbstaufgabe, Überlastung, Rollenidentität statt Selbstidentität.

2. Das transgenerationale Muster

Frauen, die nicht gesehen werden. Frauen, deren Schmerz nicht zählt. Frauen, die funktionieren müssen. Frauen, die keine Hilfe bekommen.

3. Das körperliche Symptomfeld

Der Körper schreit: „Ich kann nicht mehr. Ich trage zu viel. Ich bin allein.“

4. Der spirituelle Wendepunkt

„Ich möchte leben.“ „Ich möchte mich selbst lieben.“ „Ich möchte meinen Seelenweg gehen.“

Das ist ein klassischer Moment, an dem eine Aufstellung die innere Ordnung wiederherstellen kann.

4. Was man in einer Aufstellung konkret bearbeiten würde

Jeder dieser Punkte wäre ein möglicher Stellvertreter:

  • Ich, die ich alles trage
  • Ich, die nicht gesehen wird
  • Die Frauenlinie
  • Die Lasten der Mütter und Großmütter
  • Die Rollen (Mutter, Ehefrau, Tochter, Pflegerin)
  • Mein Körper
  • Mein Immunsystem
  • Meine Grenze
  • Meine Lebensenergie
  • Mein Platz im Leben
  • Ich, die leben will

Und dann zeigt sich:

  • Was gehört zu ihr?
  • Was gehört nicht zu ihr?
  • Was trägt sie, was nicht ihres ist?
  • Wo ist sie abgeschnitten?
  • Wo ist sie überlastet?
  • Wo ist sie nicht in ihrem Platz?
  • Wo ist sie loyal zu einer leidenden Frauenlinie?
  • Wo fehlt ihr Halt?
  • Wo fehlt ihr Erlaubnis, gesund zu sein?

Das ist hochwirksam, weil der Körper sofort reagiert, wenn das Feld wieder stimmt.

5. Der entscheidende Punkt

Dieser Fall ist kein psychisches Problem. Es ist ein systemisches Problem, das sich körperlich ausdrückt.

Und genau dafür ist eine Aufstellung gemacht.

Wir sehen eine Familienaufstellung bringt Klarheit, denn wenn das Familiensystem krankt, dann wirkt es sich auf ein Familienmitglied aus

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