Den inneren Saboteur hat jeder von uns schon mindestens einmal kenngelernt, diese innere Blockade, die uns von etwas abhalten, die uns vielleicht sogar ängstigen oder vielleicht auch nicht genug Vertrauen in uns selbst haben lässt.
Wenn man sich innere Blockaden anschaut, merkt man schnell: Die meisten davon haben weniger mit „Schwäche“ zu tun, sondern eher mit alten Erfahrungen, inneren Schutzmechanismen und Bedürfnissen, die sich gegenseitig im Weg stehen.
Oft beginnt es ganz unscheinbar. Da ist zum Beispiel diese Angst, etwas falsch zu machen. Sie flüstert: „Was, wenn du scheiterst?“ Und plötzlich verschiebst du Dinge, perfektionierst endlos oder fängst gar nicht erst an. Manchmal ist es sogar die Angst vor Erfolg – klingt verrückt, aber Erfolg bedeutet Veränderung, Verantwortung, Sichtbarkeit. Und nicht jeder Teil in uns findet das angenehm.
Dann gibt es diese leisen Zweifel, die sich immer wieder melden: „Bin ich gut genug?“ Sie lassen dich vergleichen, kleinmachen, zurückhalten. Oder der Perfektionismus, der dir einredet, dass alles makellos sein muss, bevor du losgehst. Das Ergebnis: Druck, Überforderung, Stillstand.
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Viele Menschen tragen auch alte Überzeugungen mit sich herum, die sie nie bewusst gewählt haben. Sätze aus der Kindheit wie „Mach keine Fehler“, „Sei nicht so laut“, „Reiß dich zusammen“. Sie laufen im Hintergrund wie ein altes Betriebssystem, das nie aktualisiert wurde.
Und dann gibt es die Blockaden, die aus Beziehungen stammen: Die Angst, abgelehnt zu werden. Der Wunsch, es allen recht zu machen. Das Gefühl, die Kontrolle behalten zu müssen, weil Unsicherheit sich bedrohlich anfühlt. Oder diese hartnäckigen Schuldgefühle, die auftauchen, obwohl du objektiv nichts falsch gemacht hast.
Manchmal steckt man auch einfach zwischen zwei inneren Kräften fest: Ein Teil will Freiheit, der andere Sicherheit. Ein Teil will Nähe, der andere Abstand. Ein Teil will Erfolg, der andere Ruhe. Und solange die beiden sich gegenseitig blockieren, fühlt sich alles schwer an.
Viele merken ihre Blockaden erst an den Mustern, die sich wiederholen: Man schiebt Dinge auf. Man landet in denselben Konflikten. Man ist erschöpft, obwohl man motiviert ist. Oder man sagt sich: „Ich weiß eigentlich, was ich tun sollte – aber ich tue es nicht.“
Und genau hier wird es spannend: Blockaden sind selten das Problem. Sie sind ein Hinweis. Ein Schutz. Ein innerer Anteil, der versucht, dich vor etwas zu bewahren, das früher einmal zu viel war.
Die entscheidende Frage ist also nicht: „Wie werde ich die Blockade los?“ Sondern: „Wovor schützt sie mich eigentlich? Und welcher Teil in mir versucht hier gerade, die Kontrolle zu behalten?“
Wenn man das versteht, beginnt sich etwas zu lösen – ganz ohne Druck, ganz ohne Kampf.
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